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Ratu Pedanda. Reise ins Licht - bei einem Hohepriester auf Bali.

In einem vom Tourismus unbeachteten Dorf lebt der Hohepriester Ratu Pedanda. Anlässlich einer sieben Tage währenden Zeremonie fotografiert Milde Drüke ihn für eine Reportage. Von den acht teilnehmenden Hohepriestern ist Ratu Pedanda der Älteste und Bescheidenste. Seine spirituelle Ausstrahlung ist die kraftvollste. Es ist ein Impuls, der Milda Drüke inspiriert ihn zu fragen, ob sie bei ihm bleiben, ob sie für ein Buch über ihn und seine Religion Informationen und Eindrücke sammeln dürfe. Ratu Pedanda stimmt zu: Durch eine Reinigungszeremonie nimmt der Hohepriester Milda Drüke offiziell in seine Familie auf. Ein Jahr lebt sie an seiner Seite, darf teilnehmen an allen Ritualen und Zeremonien. Sie erfährt ihn als einen spirituellen Lehrer der handelt durch Nichthandeln.

 

Gebundene Ausgabe:
Ratu Pedanda. Reise ins Licht - bei einem Hohepriester auf Bali. Hoffmann und Campe, 2004, 365 Seiten. ISBN-13: 978-3455094619.

Taschenbuch:
Ratu Pedanda. Reise ins Licht - bei einem Hohepriester auf Bali. ational Geographic Taschenbuch, 2006, 390 Seiten, ISBN-13: 978-3894052683.

 

Stimmen (Auszüge):

„… habe Ihr wunderschönes Buch gelesen, welches mich sehr berührt hat. Selten hat jemand den tiefen Ernst dieser Gesellschaft, der hinter dem asiatischen Lächeln steckt, so schön und einfühlsam beschrieben. Sie bringen sich selbst auf eine Art und Weise ein, die ausgesprochen mutig ist. Aber gerade damit sind Sie auf soviel Wahrheit gestoßen, dass es zumindest mir oft den Atem verschlagen hat. Hätten Sie mit Ratu Pedanda ein Interview nach westlichem Vorbild geführt, was er z.B. zur weltpolitischen Lage zu sagen hat, wäre dieses Buch sehr flach geworden und hätte nicht mal die Oberfläche gestreift. Dadurch, dass Sie den persönlich subjektiven Blickwinkel aber nicht verlassen, kann diese fragile balinesische Stimmung des Unausgesprochenen so schön zur Geltung kommen.“
Andreyasa Udayana

„…aus großer Freude und Bewegung heraus schreibe ich Ihnen diesen Brief. Ich habe Ihr wunderbares Buch Ratu Pedanda beendet – und es ist mir einfach ein Bedürfnis, Ihnen zu danken, dass Sie dieses Buch geschrieben haben, dass Sie den Mut und die Offenheit haben, diese überaus persönlichen, intimen Erlebnisse und Empfindungen Ihres balinesischen Jahres so offen und frei zu schildern und uns Leser daran teilnehmen zu lassen. Ihren anfänglichen Impuls, das Leben und Wirken R.P.s und seiner Umgebung über Ihre eigenen inneren und äußeren Erlebnisse zu schildern, habe ich zum Lesebeginn noch eher bezweifelt und beargwöhnt – und bemerkte dann mit jeder Seite mehr, wie richtig dieser Impuls war. Hierbei war alles eigen und selbst erlebt, was sonst eben nur von außen betrachtet und beschrieben gewesen wäre. … Kein wissenschaftliches, länder- oder völkerkundliches Buch hat mich den „Wesensfragen“ vergleichbar näher bringen können als Ihres. Damals, während meiner Studienarbeit, bin ich fast verzweifelt, nichts dergleichen finden zu können, nichts, was irgendwie tiefer dringt… Meinen großen Leserdank an Sie!“
M.v.B.

„Ratu Pedandas wohltuende Gegenwart, die Gespräche mit ihm, die sie in indonesischer Sprache führen, eröffnen „Milda Drüke“ fortwährend neue Einsichten. An jedem frühen Morgen sitzt Milda still neben dem Priester, während er eines der schönsten Rituale des balinesischen Hinduismus vollzieht: die Herstellung von "Tirta", dem heiligen Wasser, das den Balinesen mehr wert ist als Gold. Alles, was dieses Wasser berührt, so glauben sie, sei gereinigt und gestärkt. Und immer deutlicher spürt Milda Drüke eine starke innere Verbundenheit mit Ratu Pedanda, ohne jede Erwartung, frei von sexuellen Gedanken - Menschenliebe in ihrer reinsten Form. So bereichernd das Leben mit ihm und die Spiritualität der Zeremonien auch sind, so wenig macht die Autorin in ihrem Buch einen Bogen um die Einschränkungen, die der bisweilen eintönige Alltag auf Bali mit sich bringt. Milda Drüke erzählt von der bedrückenden Enge der dörflichen Gemeinschaft, den sich ständig wiederholenden neugierigen Fragen, ihrer beschnittenen Privatsphäre. Doch langsam lernt sie das Laute zu ignorieren und sich immer wieder ins Gedächtnis zu rufen: "Ich bin freiwillig gekommen und werde nicht eher gehen, bis meine Aufgabe beendet ist." Ihre Aufgabe? Über Ratu Pedanda zu schreiben, das ahnt sie bald, werde ihr nur gelingen, wenn sie gleichzeitig festhalten könnte, was er in ihr veränderte.“
Die Welt, 10.04.2005.

 

Bildstrecke (Auszug):

Milda Drueke. Ratu Pedanda.  Milda Drueke. Ratu Pedanda.  Milda Drueke. Ratu Pedanda.  Milda Drueke. Ratu Pedanda.  Milda Drueke.Rat Pedanda.    

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Milda Drueke. Ratu Pedanda. Buchcover